Die Berliner Senatsschulverwaltung schuldet vielen neu eingestellten Referenda*innen die Gehaltszahlungen für August und September. Das ist nicht hinnehmbar. Wir haben die Senatsverwaltung bereits aufgefordert ihren Zahlungspflichten nachzukommen. 

Wenn auch ihr betroffen seid, meldet euch bei uns. Kommt zur Personalversammlung! Das sind nicht hinnehmbare Zustände.



Hier die Stellungnahme des Gesamtpersonalrats der allgemeinbildenden Schulen:

Willkommenskultur in Berlin, die Senatsschulverwaltung treibt Referendare in die Schuldenfalle.

Über Dreihundert von 626 am 25. August 2016 vereidigte neue Referendare als Beamte auf Widerruf haben auch Anfang  September keine Bezüge erhalten. Referendare stellen in 18 Monaten das dringend benötigte Einstellungspotential für Berlin. Am 7.6.16 war der Endtermin für die Zusage der Referendare im Zulassungsverfahren. Der Personalstelle liegen seit Ende Juli die Unterlagen vor und dort hätte man genügend Zeit gehabt, die Gehaltszahlungen auf den Weg zu bringen. Nun liegen dem Personalrat der Lehramtsanwärter und Lehramtsanwärterinnen die ersten Nachfragen von ReferendarInnen vor, die am 1. September keine Bezüge erhalten haben. In der Höhe sind es 1133 € für Grundschulen und 1202 € für Studienräte im Monat.

Die Referendare kommen aus dem Studium mit Bafög oder Minijobs und verfügen nicht über finanzielle Reserven. Der GPR kritisiert die politische Führung der Senatsschulverwaltung aufs Schärfste, dass sie es zulassen, dass Referendare zu Mietschuldnern werden und Kredite aufnehmen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Das ist mit nichts zu entschuldigen, auch wenn im Zulassungsschreiben ein Hinweis darauf zu finden ist. Die Mitarbeiter der Personalstelle ist permanent überfordert, es gibt zu wenig Personal und die Arbeitsbedingungen unzumutbar. Wenn die Senatorin den Referendaren einen Hinweis geben will, dass sie in Berlin nicht erwünscht sind, ist das geschehen.

Der Gesamtpersonalrat und der PR der Lehramtsanwärter und Studienreferendare fordern die Senatorin auf. den zuständigen Abteilungsleiter Herrn Rademacher anzuweisen, als erste Maßnahme sofort Abschlagszahlungen vorzunehmen. Einen großen Anteil der neueingestellten Kolleginnen und Kollegen treffen die nicht erfolgten Gehaltszahlungen auch und wir hoffen, dass die Betroffenen über ein dementsprechendes finanzielles Polster verfügen. Eins ist aber klar, die Zustände sind für Berlin unwürdig.

Weitere Artikel zum Thema:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/referendare-ohne-lohn-300-junglehrer-in-berlin-warten-auf-ihr-geld/14541654.html
http://www.morgenpost.de/berlin/article208238087/Hunderte-neu-eingestellte-Referendare-in-Berlin-ohne-Gehalt.html
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