Fragen zu den Seminaren

Du kannst dein Allgemeines Seminar auf Antrag wechseln. Dabei sollte folgendes beachtet werden: Der Antrag muss einen Monat vor Ablauf des ersten Ausbildungshalbjahres eingereicht werden. Den formlosen Antrag kannst du bei der Leitung des Allgemeinen Seminars (also deiner Hauptseminarleitung) einreichen. In dem Antrag kannst du ein Wunschseminar angeben. Dies kann jedoch nicht garantiert werden. Vorab hast du die Möglichkeit bis zu zweimal von deinen Ausbildungsverpflichtungen freigestellt zu werden um in anderen Allgemeinen Seminaren zu hospitieren. Wichtig ist, dass ein Wechsel nach deinem ersten Ausbildungshalbjahr nicht mehr möglich ist. Außerdem wird mit dem Wechsel des Allgemeinen Seminars auch das Schulpraktische Seminar gewechselt. (vgl. §11 Abs. 3 und 4 VSLVO (2014) „Ausbildung an Allgemeinen Seminaren und Fachseminaren, Modularisierung“)

Du kannst alle deine Fachseminare auf Antrag wechseln. Dabei sollte folgendes beachtet werden: Der Antrag muss einen Monat vor Ablauf des ersten Ausbildungshalbjahres eingereicht werden. Den formlosen Antrag kannst du bei der Leitung des Allgemeinen Seminars (also deiner Hauptseminarleitung) einreichen. In dem Antrag kannst du ein Wunschseminar angeben. Dies kann jedoch nicht garantiert werden. Vorab hast du die Möglichkeit, bis zu zweimal von deinen Ausbildungsverpflichtungen freigestellt zu werden, um in anderen Fachseminaren zu hospitieren.

Wichtig ist, dass ein Wechsel nach deinem ersten Ausbildungshalbjahr nicht mehr möglich ist (vgl. §11 Abs. 3 und 4 VSLVO (2014) „Ausbildung an Allgemeinen Seminaren und Fachseminaren, Modularisierung)

Eine eindeutige Regelung bezüglich der Fehlzeiten der Sitzungen im Hauptseminar gibt es nicht. Wende dich immer an deine Hauptseminarleitung, um persönliche Absprachen zu treffen. Es gibt die Möglichkeit, Sitzungen in anderen Seminaren nachzuholen bzw. Hausaufgaben als Ersatzleistung zu bearbeiten. Auch dies ist mit der Hauptseminarleitung abzusprechen.

Fragen zu meiner Situation an der Schule

Zu Beginn des Referendariats erteilst du deinen Unterricht in der Regel entweder in Doppelsteckung oder eigenverantwortlich. Die Betreuungssituation ist sehr unterschiedlich:

Doppelsteckung: Hier ist in der Regel der*die anleitende Lehrer*in für deine Betreuung verantwortlich. Bei Fragen darüber hinaus wendest du dich an die Fachleitung oder Fachbereichsleitung.

Eigenverantwortlich: Hier ist keine vorab festgelegte Lehrkraft für dich zuständig, sondern du wendest dich bei Fragen an deine*n Mentor*in oder direkt an die Fachbereichsleitung.

Zur Situation der Mentor*innen: Diese variiert sehr von Schule zu Schule. An manchen Schulen hast du selbst die Möglichkeit, eine*n Lehrer*in anzusprechen und als Mentor*in zu gewinnen, an anderen Schulen wird dir jemand zugeteilt, deine Doppelsteckung übernimmt gleichzeitig das Mentoring oder es gibt keine Betreuung durch Mentor*innen. Die Mentor*innen sind in erster Linie beratend und unterstützend tätig, ihre Einschätzung wird aber auch bei der Bewertung durch die Schulleitung häufig herangezogen.

Formal verantwortlich für alle Fragen der Ausbildung an der Schule ist die Schulleitung, die aber jede Teilaufgabe auch delegieren kann.

Sollte es zu Problemen oder Missverständnissen zwischen dir und Mentor*innen, Kolleg*innen oder der Schulleitung kommen, raten wir dir, diese frühzeitig anzusprechen.

Der*die Schulleiter*in bewertet deine Leistungen vor Beginn des Prüfungszeitraumes in Form eines Gutachtens über deinen jeweiligen Ausbildungsstand (§10 Abs. 2 und §17 Abs. 2 VSLVO 2014).

In der Praxis kommt es häufig vor, dass er*sie diese Aufgabe an Personen ihres Vertrauens (z.B. Fachbereichsleitung  o.a.) abgibt und sich über deinen Ausbildungsstand berichten lässt, um auf dieser Basis zu bewerten.

Der*die Schulleiter*in wirkt an deiner unterrichtspraktischen Prüfung als Mitglied des Prüfungsausschusses mit (§20 Abs. 2 Satz 2 VSLVO 2014).

In schwerwiegenden Fällen ist ein Schulwechsel möglich. Wir empfehlen dir hierfür dringend mit der Hauptseminarleitung zu kooperieren, die für die Zuweisung an die Ausbildungsschulen zuständig ist (vgl. §13 Abs. 2 Satz 4 VSLVO (2014) „Aufgaben der Leiterinnen und Leiter der Schulpraktischen Seminare“). Als Personalrat unterstützen wir dich hier gerne.

Begleitung bei Prüfungen und Gesprächen

Ja, ein Mitglied des Personalrats darf an deiner mündlichen oder multimedialen Modulprüfung teilnehmen. Wenn du eine Begleitung möchtest, wende dich bitte frühzeitig an uns, damit wir diese organisieren können. Um deine Prüfer*innen nicht mit unserer Anwesenheit zu überrumpeln, bitten wir dich, sie im Vorfeld darüber zu informieren. Wir können die Notengebung nicht beeinflussen, aber dürfen eine Stellungnahme abgeben. Bei den Modulprüfungen können auf deinen Wunsch hin auch andere Lehramtsanwärter*innen anwesend sein. Diese Rechte sind in §16 Abs. 10 VSLVO (2014) geregelt.

Ja, ein Mitglied des Personalrats darf an deiner unterrichtspraktischen Prüfung teilnehmen. Wenn du eine Begleitung möchtest, wende dich bitte frühzeitig an uns, damit wir diese organisieren können. Um die Prüfungskommission nicht mit unserer Anwesenheit zu überrumpeln, bitten wir dich, sie im Vorfeld darüber zu informieren. Wir können die Notengebung nicht beeinflussen, aber dürfen eine Stellungnahme abgeben. Das Recht auf Begleitung ist in §20 Abs. 4 VSLVO (2014) geregelt.

Ja, als Personalvertretung können wir dich bei Gesprächen mit deiner Schulleitung, Haupt- oder Fachseminarleitung begleiten. Dies bezieht sich insbesondere auf Präventionsgespräche zur Wiedereingliederung in das Referendariat nach längerer Krankheit. Aber auch bei anderen Gesprächen mit deinen Vorgesetzten begleiten wir dich gerne, wenn du das wünschst.

Fragen zu Noten und Beendigung des Vorbereitungsdienstes

Deine Gesamtnote setzt sich aus fünf Einzelnoten zusammen, die jeweils zu 20% in die Gesamtnote eingehen. Sie setzt sich wie folgt zusammen: (vgl. § 23 VSLVO 2014)
  1. Die Note deiner ersten Modulprüfung (vgl. § 16 Abs. 7 VSLVO 2014)
  2. Die Note deiner zweiten Modulprüfung 
  3. Die Ausbildungsnote, die sich aus dem Durchschnitt der Bewertungen deiner Fachseminarleiter*innen sowie deiner Schulleitung zusammensetzt (vgl. §17 Abs. 2 VSLVO 2014). Beachte, dass die Ausbildungsnote mindestens 4,0 betragen muss, damit du zur unterrichtspraktischen Prüfung zugelassen wirst.
  4. Die Note deiner unterrichtspraktischen Prüfung im ersten Fach (Examensstunde) (vgl. § 22 Abs. 3 VSLVO 2014).
  5. Die Note deiner unterrichtspraktischen Prüfung im zweiten Fach.

Juhuuu, du hast es geschafft! Bis zum Ende des Schul(halb)jahres arbeitest du weiter wie bisher. An deinem Status des*der LAAs ändert sich nichts, leider ändert sich auch nichts an deinem Gehalt. Es kann jedoch sein, dass deine Schulleitung dich bittet, mehr Stunden zu übernehmen, da deine Seminarstunden wegfallen. Die GEW empfiehlt in diesem Falle nicht mehr als 4 Stunden zusätzlich anzunehmen. Die weggefallenen 9 Seminarstunden rechtfertigen keine Aufstockung deiner Unterrichtsstunden um 9 Stunden, da:
  1. du dich weiterhin in der Ausbildung befindest und Seminarzeit Ausbildungszeit war. Vertretungsstunden sind Arbeitszeit, aber keine Ausbildungszeit und können dir daher nicht als Ausgleich für die Seminarzeit zugewiesen werden. Eine Doppelsteckung hingegen wäre vertretbar, da dir eine erfahrene pädagogische Lehrkraft zur Seite steht.
  2. Seminarstunden können nicht 1:1 in Unterrichtsstunden umgerechnet werden, da Seminare weder vor- noch nachbereitet werden müssen, Unterrichtsstunden jedoch schon. 
Sollte deine Schulleitung dir trotz allem mehr Stunden aufbürden, ist deine Hauptseminarleitung berechtigt, einzuschreiten.

Nach bestandener Prüfung ist ein Wechsel ins berufsbegleitende Referendariat oder eine Anstellung als PKB-Kraft nicht möglich.

Solltest du von deiner Schule übernommen werden, wird sich die Senatsverwaltung bei dir melden, um einen Termin zur Vertragsunterzeichnung zu vereinbaren. Diesen solltest du möglichst zeitnah legen, damit dein zukünftiges Gehalt pünktlich gezahlt werden kann.

Falls du nicht an deiner Schule bleibst, kannst du dich für das „Casting“ anmelden, um dich für andere Schulen in ganz Berlin zu bewerben. Initiativbewerbungen bei Schulen kommen immer gut an.

Wenn du beide Modulprüfungen und die Ausbildungsnote jeweils mit 4,00 oder besser bestanden und alle eingeforderten Unterlagen fristgerecht eingereicht hast, bist du zur unterrichtspraktischen Prüfung zugelassen.

Das Examen nicht bestanden hast du, wenn du am Prüfungstag nicht erscheinst und die Gründe dafür nicht unverzüglich an den Prüfungsvorsitz meldest, oder wenn in der unterrichtspraktischen Prüfung eine Note ermittelt wurde, die schlechter als 4,00 ist (d.h. wenn eine Stunde mit „5“ bewertet wurde, genügt eine „3“ in der anderen Stunde, um zu bestehen). Was nun?

Gemäß §26 VSLVO hast du das Recht auf einmalige Wiederholung der Staatsprüfung im nächsten Prüfungsdurchgang, also etwa sechs Monate nach dem gescheiterten Versuch. In dieser Zeit hast du weiterhin deine Seminare, wirst allerdings einem neuen Allgemeinen Seminar und neuen Fachseminaren zugeteilt. Möchtest du in einem oder mehreren deiner alten Seminare verbleiben, muss dein Antrag darauf innerhalb einer Woche nach Nichtbestehen der Prüfung bei der Senatsverwaltung eingegangen sein. Ob du einer neuen Ausbildungsschule zugeteilt wirst, hängt von der individuellen Situation ab und muss mit der Hauptseminarleitung vereinbart werden.

Im fünften Monat nach dem erstmaligen Nichtbestehen der Prüfung wird eine neue Ausbildungsnote gebildet. Hast du dein Examen wegen einer oder beider Modulprüfungen erstmalig nicht bestanden, musst du diese inkl. dafür notwendiger Modulbausteine nachholen, wobei der Zeitplan von der Hauptseminarleitung festgelegt wird.

Leider wirst du für das Nichtbestehen der Prüfung finanziell bestraft und in dem zusätzlichen Ausbildungshalbjahr noch schlechter bezahlt als zuvor. Bei der Wiederholungsprüfung begleitet dich ein Mitglied des Personalrats, und dann hast du es hoffentlich geschafft!

Eine Entlassung vom Referendariat ist nach § 23 Abs. 1 Nr. 4 Beamtenstatusgesetz ohne Frist jederzeit möglich. Dabei gibt es folgendes zu beachten:

Wird der Antrag auf Entlassung nach Beginn des Prüfungszeitraums (für die unterrichtspraktische Prüfung) gestellt, gilt die Staatsprüfung erstmals als nicht bestanden (§ 23 Absatz 6 VSLVO). In dem Fall gibt es die Möglichkeit, sich später erneut in Berlin zu bewerben und die Wiederholungsprüfung abzulegen.

Anders ist es, wenn der Antrag auf Entlassung gestellt wird, nachdem die Staatsprüfung bereits erstmals nicht bestanden wurde. Dann ist man aufgrund des Entlassungsantrags endgültig durchgefallen (§ 26 Absatz 6 der Verordnung). Einen Anspruch auf Wiederholung der Prüfung gibt es dann nicht. Das gilt auch für andere Bundesländer.

Sonstiges

Ab 1. August 2017 beträgt das Grundgehalt im Berliner Referendariat (Gymnasien/ISS/Sonderpädagogik/berufsbildende Schulen) 1.311,13 €. (Netto ca. 1.120 €).

Für Grundschullehramt (ohne und mit Sonderpädagogik) beträgt das Grundgehalt ab 1. August 2017 1.274,11 €.

Alle oben genannten Grundgehälter erhöhen sich ab 1. August 2018 um 75 €.

Für Verheiratete und Menschen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gibt es einen monatlichen Zuschlag von 123,67 €.

Der Zuschlag für das erste und zweite Kind beträgt jeweils 105,78 €, für das dritte und jede weitere Kind jeweils 329,62 €.

Die Familienzuschläge erhöhen sich ab 1. August 2017 um 2,6 % und zum 1. August 2018 um 3 %.

Das Weihnachtsgeld in Höhe von 200 € wird nur gewährt, wenn das Dienstverhältnis am 1. Dezember des jeweiligen Jahres besteht und seit dem ersten Arbeitstag im Monat Juli ununterbrochen bestanden hat. Wer also im August ins Referendariat eingestellt wird, erhält erst im darauf folgenden Jahr das Weihnachtsgeld.

Auch das Weihnachtsgeld erhöht sich 2017 um 100 € und 2018 um weitere 100 € auf dann 400 €.

Aktuelle Informationen findest du auch auf den Seiten der GEW.

In unserem Downloadbereich oder auf den Seiten der Senatsverwaltung (rechte Spalte ganz unten).
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